Schreibwettbewerb »Versunkene Geschichten«
Alle Informationen zu unserem Schreibwettbewerb Versunkene Geschichten.
Filed under: Allgemein on June 18th, 2009 | Comments Off
Alle Informationen zu unserem Schreibwettbewerb Versunkene Geschichten.
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Am 17. Juli erscheint Ausgabe 65 des monatlichen Fantasykino-Magazins NAUTILUS – Abenteuer & Phantastik, welches diesmal wieder mit einigen ziemlich interessanten Themen aufwarten kann:
Mit der kommenden Ausgabe 65 reist die NAUTILUS zurück in die Epoche des Pulps, zeigt die Wurzeln von Conan, Barbarella, Flash Gordon, Buck Rogers & Co. und warum das bunte Heftroman-Genre der Superschurken, Affenmenschen, Strahlenwaffen, Schrecken aus dem All, verlorenen Welten, irren Wissenschaftlern und sexy Helden bis heute die Phantastik beeinflußt. Dazu gibt es eine Werkschau sehenswerter Lovecraft Independent-Filme inkl. Making-Of Interview zur deutschen Produktion “Die Farbe” nach H.P. Lovecrafts Kurzgeschichte “Die Farbe aus dem All”. Mit “Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los” und Pixars zehnten Animationsfilm “Oben” geht es zu verlorenen Trickfilm-Welten. Warum es Spaß macht, gemein und böse zu sein, erzählt die “Overlord”-Gameautorin Rhianna Pratchett, und über das Zeitparadox berichtet “Artemis Fowl”-Autor Eoin Colfer. Begleitend dazu werden die besten Zeitreise-Filme und aktuelle Zeitreise-Romane vorgestellt. Die Ausgabe kann schon jetzt, 14 Tage vor dem Erscheinungstermin auf der NAUTILUS-Homepage durchgeblättert werden.
Filed under: Allgemein on July 2nd, 2009 | No Comments »
Frank Weinreich hat seinen interessanten Vortrag Fantasy, Märchen, Sagen, Mythen – Gemeinsamkeiten und Unterschiede welchen er auf dem Elbenwaldspektakel hielt, in seinem Blog “polyoinos” veröffentlicht:
Fantasy, Märchen und Sagen erzählen Geschichten, in denen das Übernatürliche vorkommt, das ist ihre wichtigste Gemeinsamkeit. Wenn man Geschichten klassifiziert, ist das der Punkt, der Fantasy, Märchen und Sagen in der gleichen Gruppe zusammenfasst. In diese Gruppe des Übernatürlichen gehören auch noch andere Arten von Geschichten, aber um die soll es hier nicht gehen. Ich möchte mich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von vier der beliebtesten Erzählformen der Menschheit beschäftigen: Mythos, Sage, Märchen und das junge Kind Fantasy.
Den Vortrag kann man sich auch anhören, Weinreich stellt ebenfalls einen Audio-Mitschnitt zur Verfügung.
Filed under: Allgemein on June 28th, 2009 | No Comments »
In seinem Not A Blog hat GRRM sich seit langem wieder einmal zum Stand der Arbeiten an A Dance with Dragons geäußert. Er schreibt, dass die letzten sechs Wochen die produktivste Zeit in Bezug auf das Buch diesem Jahr war. In den letzten drei Tagen habe er drei Kapitel abgeschlossen, die nun schon einige Jahre in Bearbeitung waren. Nun ist er, nachdem er sie noch einmal überarbeitet hat, sehr zufrieden mit ihnen.
GRRM schreibt außerdem, dass sich an der Tatsache, dass er nur wenig zum Fortschritt der Arbeiten am fünften Buch seiner Saga Das Lied von Eis und Feuer, nichts geändert hat. Er gehöre nicht zu den Autoren, die täglich über ihr Blog vermelden, wie viele Wörter sie an einem Tag produziert haben. Immerhin macht seinen (ungeduldigen) Lesern Mut, dass er zum ersten Mal das Gefühl habe, ein schimmerndes Licht am Ende des Tunnels mit dem Namen A Dance with Dragons zu sehen. Ich habe allerdings irgendwie das ungute Gefühl, dass GRRMs Blogeintrag bei vielen eher Resignation verursachen wird.
Zum Thema gibt es von mir übrigens auch eine Kolumne: Wo bleibt “A Dance with Dragons”? (2009-Edition)
Filed under: Allgemein on June 23rd, 2009 | No Comments »
Vor kurzem ist auf Deutsch der erste Band von Robert Redicks The Chathrand Voyage Series mit dem Titel Windkämpfer (Originaltitel: The Red Wolf Conspiracy) erschienen. Im August erscheint nun bei Gollancz im Vereinten Königreich das zweite Buch unter dem Titel The Rats and the Ruling Sea. Hierzulande wird der zweite Teil wieder bei Heyne mit dem Titel Windjäger erscheinen, ein Termin dafür steht allerdings noch nicht fest. Der englische Titel des dritten Bandes wird auf der neu gestalteten Internetseite zur Serie übrigens auch schon verraten: The Night of the Swarm.
Filed under: Am Horizont on June 22nd, 2009 | No Comments »
Alexander vom Blog Molosovskys Chronik hat sich die Mühe gemacht und China Miévilles Gastblogbeiträge für Omnivoracious in Deutsche übertragen. Darunter auch den bereits hier besprochenen Eintrag »Fünf Gründe warum Tolkien rockt«. Die komplette Übersetzung ist nun bei BAS-LAG – einer Seite, die sich speziell mit China Miéville beschäftigt – zu finden:
Natürlich braucht der Autor des Jahrhunderts keine Schützenhilfe (schon gar nicht von einer Made wie mir). Keine Macht dieser Welt könnte weder die unerbittliche Dampfwalzenwucht seiner Verkaufszahlen, noch das welthistorische Ausmaß seines Einflusses, oder das wahrhaft gewaltige Gewicht seiner Errungenschaften schmälern. Der Mann sorgt für das ›episch‹ in ›epischer Sieg‹. Dennoch — oder, genauer, gerade deshalb — so sicher wie die Gezeiten, richtet alle paar Jahre irgendjemand einen unwirschen Verriss gegen den Professor und erklärt warum er der Teufel / das Schlimmste, was der Fantasy geschehen konnte / das Sprachrohr der Reaktion / der langweiligste Autor aller Zeiten / ect. ist. Der ödipale Groll der viele derartiger Attacken antreibt, mag ziemlich offensichtlich sein, besonders bei jenen, die selbst phantastische Fiktionen schreiben, aber daraus folgt nicht, dass der Gehalt solcher Kritik unangebracht wäre. Es lässt sich vortrefflich vernünftig über die Wirkung, die Beschaffenheit, die Größenordnung und den Erfolg von Tolkiens Werk streiten. Das schon religiöse Eiferertum mit dem einige Tolkienianer den Meister verteidigen, ist da nicht hilfreich, wenn sie Ausgangspunkte für Debatten ignorieren und sich weigern, mit Fassung irgendwo einen Fehler am mittelerdischen Gebäude einzugestehen. Feiner argumentierende Pro-Hobbitpartisanen wählen manchmal — zugestehend, dass es immer Diskussionen geben wird — eine Verteidungshaltung, die für manche von uns fragwürdig erscheint, denn es gibt nicht nur Auseinandersetzung darüber, was bei Tolkien bedauerlich ist, sondern auch darüber, was bei ihm essentiell und unabdingbar ist. Was nun folgt ist dementsprechend eine Zusammenstellung Einiger In Manchen Fällen Vielleicht Irgendwie Unzureichend Dargelegter Gründe Warum Wir Alle Tolkien Schrecklich Dankbar Sein Sollten. Als bloße Verteidigung eines Werkes das weiterhin gedeiht, mag diese Fürsprache nun überflüssig erscheinen, ist aber deshalb vielleicht nicht gleich ganz sinnlos.
Weiterlesen bei BAS-LAG: »Dort hin und wieder zurück: Fünf Gründe warum Tolkien rockt«.
Filed under: Allgemein on June 22nd, 2009 | 1 Comment »
China Mieville, bekennender Sozialist und unbestritten eines der begabtesten Talente in der neuzeitlichen Phantastik, benennt im Blog Omnivoracious doch tatsächlich “Fünf Gründe warum Tolkien rockt” (There and Back Again: Five Reasons Tolkien Rocks). Nun ist Mieville bisher nicht gerade als Tolkien-Fan aufgefallen, bezeichnete ihn und seine Schriften schonmal als “reaktionär” – was immer das auch sein mag. Warum also der Sinneswandel? Tatsächlich sind in den vergangenen Jahren die schrillen Töne von Mieville zu Tolkien einer eher respektvollen Distanz gewichen.
Doch weshalb? Immerhin handelt es sich bei Tolkien um einen typischen Vertreter des bösen Bürgertums, konservativ im Leben, religiös im Geist. Also alles was man als Sozialist eigentlich so verabscheut. Doch China Mieville scheinen seine mehr oder weniger ideologisch motivierten Angriffe inzwischen selbst anzuöden. Natürlich, auch das macht er auch hier unmissverständlich klar, die “Tolkienistas” nehmen das Werk des Professors nicht kritisch genug unter die Lupe, weigern sich die Fehler im Gebäude von Mittelerde wahrzunehmen, verteidigen ihn aus fragwürdigen Gründen und stellen sich nicht notwendigen Diskussionen.
Nun, ganz Unrecht hat Mieville damit natürlich nicht. Aber seien wir mal ehrlich, wie viel Nonsens, Unausgewogenheit, ja gar regelrechter Hass musste in den vergangenen Jahrzehnten Tolkien und sein Werk von Kritikern über sich ergehen lassen. Angefangen von einem Rezensenten des ersten Bandes im Times Literary Supplement von 1954, der meinte: “Dies ist kein Werk, das viele Erwachsene mehr als einmal lesen werden”*. Natürlich, Fehleinschätzungen (auch grobe) gehören zur Kritik. Aber oftmals geschah die Ablehnung ebenfalls nur aus fragwürdigen Gründen. Dies sieht inzwischen auch China Mieville so und gesteht Tolkien zu, nicht nur ein zeitloses Werk vorgelegt zu haben, sondern mit seinen Schöpfungen zu berühren und diese mehr mit der Realität von uns zu tun haben, als mancher von Tolkiens Kritikern zuzugeben bereit ist.
* aus Tom Shippey: J. R. R. Tolkien – Autor des Jahrhunderts (Tom Shippey ist übrigens zu Gast beim Tolkien-Thing, welcher vom 24. bis 26. Juli 2009 auf Burg Rieneck stattfindet.)
(Foto: Andrew M Butler – Creative Commons)
Filed under: Allgemein on June 18th, 2009 | 5 Comments »
Huch, das hatte ich doch fast übersehen. Aber lieber spät als nie: James A. Sullivan, der Autor von Der letzte Steinmagier (Rezension) hat auf seiner Internetseite eine neue Kurzgeschichte (PDF-Datei) veröffentlicht. Die Geschichte erzählt von einer der schönsten und interessantesten Figuren aus seinem Buch Der letzte Steinmagier – dem Dieb Sankou Yan:
Wer den Letzten Steinmagier gelesen hat, der kennt die Figur Sankou Yan. Offenbar bin ich nicht der einzige, der eine Schwäche für den überheblichen Meisterdieb hat. Immer wieder werde ich gefragt, ob ich nicht etwas über ihn schreiben könnte. Daher habe ich beschlossen, euch ein kleines Geschenk zu machen. Es ist eine Erzählung, die Sankou Yan als jungen Mann zeigt. Natürlich ist er ganz in seinem Element und geht seinem Handwerk nach, wie nur er es kann. Wer noch nie von Sankou Yan gehört hat, den lade ich dazu ein, den Text zu lesen und den Dieb kennenzulernen. Wie schon bei der Erzählung “Ziruktuluch”, ist die Verbreitung des Textes ausdrücklich erwünscht. Wenn euch die Erzählung gefällt, dann reicht sie weiter. (Info des Autors)
Filed under: Allgemein on June 17th, 2009 | No Comments »
Im Verlag “Der Hörverlag” erscheint am 19. Juni das Hörbuch Elbenwald – Blatt von Tüftler (Hörprobe). Gesprochen von Gert Heidenreich, wird hier eine Kurzgeschichte von J. R. R. Tolkien erzählt, die dass erste Mal bereits 1945 erschienen ist:
Er malt immer wieder das Blatt eines Baumes, nur dies eine. So hat Tüftler kaum Zeit für seine Freunde und Nachbarn. Doch diese wollen ihn ständig für eigene Zwecke einspannen und so muss der Künstler lernen, für sich und sein Werk einzustehen. Gert Heidenreich erzählt von Tüftler, der vollkommen in seiner Malerei aufgeht. Ein wunderbares Märchen voller Poesie und Phantasie. (Verlagsinfo)
Elbenwald – Blatt von Tüftler erscheint auf einer CD und ist für 9,95 Euro beim Hörverlag zu haben. Wer die Geschichte (und andere) lieber gerne lesen möchte, Blatt von Tüftler ist bei der Hobbitpresse in J. R. R. Tolkien: Fabelhafte Geschichten erschienen.
Filed under: Kino, TV, DVD, CD on June 16th, 2009 | No Comments »
Durch Die Zwerge habe ich mich mehr oder weniger gequält und mich dabei immer wieder gefragt, wie solch ein Roman zum umjubelten Bestseller werden konnte. Denn nach anfänglichem Spaßfaktor mit einem knuffigen Helden und einer durchaus spannenden Ausgangssituation, verlor sich der Roman schnell in einem Wortbrei, dem man überdeutlich anmerkte, dass er unter Zeitdruck geschrieben war. Lieblos jedenfalls und nach einer Menge Rollenspielerfahrung riechend. Abenteuer wurde an Abenteuer gereiht, der Protagonist und seine Gefährten mussten von einer Ecke des Landes in die andere rennen (oder fahren), alles ähnelte sich irgendwo, Namen für Personen und Orte schienen nach dem Tolkienlexikon zusammengewürfelt. Überraschungsarme Stereotypen bevölkern das viereckige Land – mit einem – zugegebenermaßen – schönen Namen.
Markus Heitz ist die derzeit unbestrittene Speerspitze der deutschen Fantasyautoren. Im Fahrwasser seines Erfolges zogen unzählige Romane der gleichen Machart in die Regale der Buchhandlungen ein. In meiner bevorzugten Buchhandlung hat man sogar ein eigenes Regal eingerichtet – neben dem “regulärem” Bereich der Fantasy – für diese, ich sage dazu gerne Industriefantasy.
Vor einiger Zeit habe ich ein Rezensionsexpemplar von Die Legenden der Albae erhalten. Ich habe das Buch allerdings nach wenigen Kapiteln wieder beiseite gelegt. Die gleiche Suppe wie bei den Zwergen, noch einmal schnell aufgewärmt und aufgetischt. Natürlich hat Markus Heitz es damit wieder in die Bestsellerlisten geschafft. Damit scheint zumindest vorerst jede Kritik obsolvet und der Autor kann über seine Kritiker nur müde lächeln. Und der “Deutsche Phantastik Preis” steht ja eh wieder vor der Tür.
Wie auch immer, eine Rezension fällt hiermit also ins Wasser, dafür gibt es einfach zu viele schöne Fantasybücher in diesem Sommer. Dennis Scheck hat es in seiner sonntäglichen Sendung “Druckfrisch” eh mit wenigen Worten auf den Punkt gebracht:
Fantasy made in Germany. Allerdings erschöpft sich die Phantasie dieses für Rhythmus und Melodik des Deutschen stocktauben Autors im Ausdenken verkrampft exotischer Namen für Reiche, Völker und Helden. So torkeln zwar Gestalten namens Sinthoras und Caphalor durch diesen Roman, aber sie denken, fühlen und reden allesamt genau wie Wilma Hutschenreuther aus Schwieberdingen.
Filed under: Allgemein on June 15th, 2009 | 2 Comments »